Warten auf den neuen Umweltbonus

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Großburgwedel. Der am 18. Februar in Kraft getretene höhere Umweltbonus für den Kauf von Elektro-Fahrzeugen hat im Februar erwartungsgemäß zu einem deutlich geringeren Interesse an der Kaufprämie geführt. 500 (Vormonat: 820) Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurden registriert. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sprach dann auch von der "Ruhe vor dem erwarteten Ansturm auf die von Staat und Herstellern gefüllten Fördertöpfe".

Der jetzt bis auf 6.000 Euro gestiegene Bonus werde für Elektro-Fahrzeuge gewährt, die nach dem 5. November 2019 zugelassen worden seien. Die Neuregelung habe ein Abwarten ausgelöst, denn im Idealfall gebe es jetzt für den Autokauf 50 Prozent höhere Fördergelder. Bisher seien maximal 4.000 Euro Bonus geleistet worden. Nach Niedersachsen seien bisher 14.344 Anträge, davon 9.022 für reine batteriebetriebene Fahrzeuge geflossen.
Der Umweltbonus für Elektrofahrzeuge sei um fünf Jahre bis Ende 2025 verlängert und außerdem erhöht worden. Bei einem Nettolistenpreis von weniger als 40.000 Euro erhielten batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) insgesamt 6.000 Euro und Plug-In-Hybride (PHEV) 4.500 Euro.
Bei einem Nettolistenpreis von mehr bis zu 65.000 Euro bekämen BEV 5.000 Euro und PHEV 3.750 Euro Prämie. Der Umweltbonus könne erstmals auch für junge gebrauchte E-Fahrzeuge unter bestimmten Voraussetzungen beim BAFA beantragt werden.
Das Kfz-Gewerbe verstumme indes nicht mit der Kritik an diesen finanziellen Förderungen. Subventionen seien nicht die Lösungen für innovative Schritte für eine klimafreundliche Mobilitätswende, sondern ein Eingriff in den Markt zulasten anderer "sauberer Fahrzeuge", sagte Bley. Der Kfz-Verband plädiere für eine technologieoffene Regelung.

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