Einstimmiges Vertrauen für Vorstand und Präsidium

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Mitglieder- und Delegiertenversammlung im Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen – Bley im Amt bestä­tigt – ZDH-Präsident unterstützt und lobt Kfz-Gewerbe – Obermeister geehrt

Verden. Das Präsidium des Landesverbandes des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen und der Vorstand des Landesinnungsverbandes des Kfz-Techniker-Handwerks mit Präsident und Landesinnungsmeister Karl-Heinz Bley an der Spitze sind in der Mitglieder- und Delegiertenversammlung in Verden im Amt bestätigt worden. Mit dem ein­stimmigen Vertrauensbeweis wurde die personelle Kontinuität gestärkt. Geehrt wur­den die Obermeister Hans-Joachim Puhl (Innung Cuxhaven) und Pasquale Perriello (Innung Südniedersachsen) für ihr langjähriges Engagement.

In seinem Tätigkeitsbericht hatte Präsident Karl-Heinz Bley die „breite Palette wach­sender Herausforderungen für unsere Betriebe“ aufgezeigt. Mit Hinweis auf den neu­en Geschäftsbericht erläuterte Bley die aktuellen Projekte. Das Spektrum reiche vom Euro-DFT für die Freien Betriebe über die Frage der Daten-Herrschaft für die marken­gebundenen Unternehmen und die Projekte der Öffentlichkeitsarbeit, wie dem Glas-Monat Mai, für alle Innungsbetriebe.

Niedrige Zinsen und ein niedriger Ölpreis hätten der Automobilkonjunktur einen Schub gegeben. Die Pluszahlen bei den Neuzulassungen und Besitzumschreibungen in Niedersachsen und in Bremen seien ermutigend für ein Ergebnis auf Vorjahresni­veau. Bley wörtlich: „Aber der automobile Himmel ist nicht grenzenlos. Das zeigen die Zahlen fürs erste Quartal.“

Der Service sei im vergangenen Jahr ein wenig zum Sorgenkind geworden. Der Um­satz sei zwar leicht gestiegen, aber das Auftragsvolumen derer Privat-Kunden sinke deutlich.

Ein Zahlenvergleich aus dem DAT-Report zeige für Deutschland, dass „unsere Bran­che im Vergleich 2013 zu 2015 rund 10,5 Millionen Aufträge verloren hat“. Statistisch bedeute dies für Niedersachsen und Bremen eine Million weniger Reparatur- und Wartungsaufträge.

Positiv sei ein Ergebnis aus dem DAT-Report, nach dem 81 Prozent der Service-Kunden Stammkunden seien. Darauf müsse die Branche aufbauen. Bley reflektierte auch Positionen des Verbandes, die beim Thema Elektro-Kaufprämie und Bargeld-Limit ein eindeutiges Nein hätten.

Große Unterstützung – „Was wäre das Handwerk ohne das Kfz-Handwerk!“ - in die­sen Positionen des Kfz-Gewerbes kam vom Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, der die aktuelle Lage des Hand­werks mit besonderem Blick auf das Kfz-Handwerk beleuchtete. Die gute Binnenkon­junktur erfasse auch langsam das Kfz-Gewerbe mit Aufwärtstrends. Wollseifers Wor­ten zufolge sei die konjunkturelle Perspektive ein wenig gestört durch – so wörtlich - die Unruhe in der EU.

Die fortschreitende Digitalisierung werde das Handwerk verändern. Die Digita­lisierung könne aber handwerkliches Können nicht ersetzen, sagte Wollseifer, der auch die besonderen Herausforderungen an das Kfz-Gewerbe mit der Frage der Daten-Hoheit herausstellte.

Unterstützung bekam das Kfz-Gewerbe durch ein klares Nein des ZDH zur Elektro-Kaufprämie. Damit stellte Wollseifer klar, dass die Kaufprämie der falsche Weg ist. Gleichermaßen forderte Wollseifer im Rahmen der aktuellen Diskussionen zur Digita­lisierung eine für alle Betriebe zugängliche Schnittstelle.

Beim Thema Aus- und Weiterbildung verwies der ZDH-Präsident auf das bereits in Österreich und der Schweiz praktizierte „Berufs-Abitur“, bei dem es parallel um die berufliche Ausbildung und den Schulabschluss gehe. Für dieses Model sollte auch in Deutschland geworben werden. Wollseifer sprach sich in der Bildungspolitik für „ein ausgewogenes Verhältnis akademischer und beruflicher Bildung“ aus.

In der Mitglieder- und Delegiertenversammlung wurden auch die Themen „Stückprüfung zur HU-Scheinwerfer-Richtlinie sowie der Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen“ und der „Umgang mit dem Geldwäsche-Gesetz“ behandelt.

 

 

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