Gas als Kraftstoff soll weiter steuerlich gefördert werden

CMS_IMGTITLE[1]

Berlin, 26. April 2016. Gas als Autokraftstoff soll über das Jahr 2018 hinaus steuerlich gefördert werden. Das kündigte Dr. Michael Meister, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, beim 6. Berliner Automobildialog des Kfz-Gewerbes an.

In der Ressort- und Verbändeabstimmung befinde sich nun ein Gesetzesvorschlag, der vorsehe, Flüssiggas bis 2021 und Erdgas bis 2024 weiter steuerlich zu fördern. Dabei sei jeweils eine Degressionsregelung (bei Flüssiggas ab 2019 und bei Erdgas ab 2022) vorgesehen, die zum schrittweisen Abschmelzen der Förderhöhe führen werde.

Diese Ankündigung nahmen die Vertreter der Gaswirtschaft mit gemischten Gefühlen auf. Sowohl Dr. Norbert Azuma-Dicke von Zukunft Erdgas e.V. als auch Dr. Andreas Stücke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verbands Flüssiggas, begrüßten grundsätzlich die Aussagen, hätten sich aber einen längeren Zeitraum der steuerlichen Förderung gewünscht. Denn die Infrastruktur mit 6 000 Tankstellen für aktuell zirka 580 000 gasbetriebene Fahrzeuge  auf deutschen Straßen sei gut, und die ökologischen Vorteile dieser regenerativen Antriebsarten lägen auf der Hand.

Dr. Matthias Heider, MdB, Mitglied im Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, setzte sich für einen Wettbewerb verbrauchsarmer Antriebstechnologien beim Fahrzeugantrieb ein, um die jeweiligen ökologischen und ökonomischen Ziele zu erreichen. Dazu sei ein Gesamtkonzept notwendig, das auch für Lisa Paus, MdB, Sprecherin für Steuerpolitik, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, notwendig ist. Sie sprach sich dafür aus, sich den gesamten Bereich der Energiebesteuerung anzuschauen und dabei auch den Dieselkraftstoff einzubeziehen.

Von weltweit rund 100 000 Lieferfahrzeugen bei UPS seien rund 7 000 mit alternativen Antrieben ausgerüstet, sagte Lars Purkarthofer von United Parcel Service Deutschland. Im Rahmen der CO2-Strategie des Unternehmens sei es das Ziel, mit geeigneten Antriebsarten den vielfältigen Anforderungen des Lieferverkehrs und hier vor allem auch in den Innenstädten gerecht zu werden.

Mit zwölf Modellen sei Opel einer der führenden Anbieter von gasbetriebenen Fahrzeugen, so Benjamin Sokolowski, Leiter der Hauptstadtrepräsentanz der Adam Opel AG, und halte an dieser Strategie fest. Die in Aussicht gestellte Verlängerung der steuerlichen Gas-Förderung sei ein guter Schritt, für mehr Planungssicherheit bei den Verbrauchern zu sorgen.

Unter dem Motto „Mit Vollgas aus der Nische?“ hatte Dr. Christoph Konrad, Leiter des ZDK-Hauptstadtbüros, am 26. April 2016 eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde zum Themenfeld alternative Antriebe in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund versammelt.

Mit dem „Berliner Automobildialog“ leistet der ZDK seinen Beitrag zu einem notwendigen Dialog zu verkehrs- und wirtschaftspolitischen sowie gesellschaftlich relevanten Themen. Die Veranstaltung richtet sich an Abgeordnete, Vertreter von Ministerien sowie Verbänden und Unternehmen.

Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)

 

Ansprechpartner:                Ulrich Köster, ZDK-Pressesprecher, Tel.: 0228 / 91 27 270

                                               E-Mail: koester@kfzgewerbe.de; Internet: www.kfzgewerbe.de  

 

 

<< zurück